Danke für die vielen tollen Rückmeldungen. Es hat mich sehr bewegt, wieviele Gefühle durch unser Theaterstück bewegt wurden und dass die Mehrgenerationen-Kommunikation dadurch angestoßen werden konnte. Ich habe damit alles erreicht, was ich mir durch dieses Theaterprojekt gewünscht habe.

Es ist nun bereits vier Monate her, dass ich das Theaterkonzept niederschrieb und an der Ausschreibung zum Kulturfunke teilnahm. Letztendlich war es dann die Dräger-Stiftung, die dieses Projekt förderte. Nachdem es nun in so kurzer Zeit alles gelungen ist, bin ich selbst völlig überwältigt, wie wir das hinbekommen haben. Damals haben sie mich für verrückt erklärt und kaum jemand hat daran geglaubt und jetzt haben wir drei erfolgreiche Aufführungen gehabt!

Ohne all die tollen Schauspieler und Unterstützer wäre dies nicht möglich gewesen! Danke, danke, danke!

Alice Moustier

 

Gerade lassen wir das Theaterstück noch ein wenig nachwirken.

Wir sind alle begeistert. Obwohl das Thema durch unsere Eltern und Großeltern noch präsent ist, und wir vieles aus ihren Erzählungen kennen, waren wir erneut berührt.

Die Schauspieler haben sehr authentisch gespielt – tolle Leistung. Manchmal etwas zu leise gesprochen, bzw. die Geräusche aus dem Wald und von der Straße haben die Darstellung übertönt.  

Das Stück hat alle Facetten einer Flucht/ Besatzung dargestellt.

Der Spaziergang zu den einzelnen Szenen macht neugierig, man hat Zeit das Gesehene wirken zu lassen und das Stück bleibt kurzweilig. Wir waren erstaunt, dass die 90 Minuten so schnell vergingen.

Mit viel Fantasie und relativ wenig Mitteln ist es gelungen, die Zuschauer zu fesseln und Räumlichkeiten und Umgebung darzustellen.

Durch die inzwischen kühlen Außentemperaturen konnten wir uns noch besser in die unwirtlichen Bedingungen auf der Flucht hineinversetzen.

Das auch die Kriegsenkel noch von den traumatischen Erlebnissen betroffen sind, ist am Ende sehr deutlich geworden. Du hast die Szene wunderbar gespielt.

(Ich habe die Bücher von Sabine Bode gelesen und war froh endlich Erklärungen gefunden zu haben)

Das Stück sollte noch häufiger aufgeführt werden, zumal auch zur jetzigen Flüchtlingssituation ein aktueller Bezug gegeben ist.

So geht Kultur in Corona Zeiten.  Wir sind sehr beeindruckt.

Herzlichen Dank!

Liebe Grüße, Elke Mazylis

 

die Aufführung der Flucht aus Danzig hat mich emotional wirklich berührt, habe mit meiner Mutter heute gesprochen wie dass mit meinem Großeltern damals so war. Wass habe wir doch für ein glückliches Leben.

Lieben Gruß Smári Schütze

 

ich bin am Samstag zur Vorstellung im Wesloer Wald gewesen. Es fällt mir jetzt schwer, für des Erlebte die richtigen Worte zu finden

Ich war tief beeindruckt, was da auf die Beine gestellt wurde, was die Schauspieler geleistet haben. Meine Gedanken sind immer noch ganz viel bei den einzelnen Szenen.

Viele Darstellungen haben mich tief berührt.

Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte!

Liebe Grüße von Irmgard Fritz

 

 

 

Wenn bis zum 15.10. keine Rückmeldung zur Anmeldung (unter am@wahnsinnigintelligent.de) eingegangen ist, bitte nochmal anmelden! Danke für das Verständnis! Es sind sehr viele Anmeldungen eingegangen und dies ist eine kleine Herausforderung zu managen. ;-)

 

Weitere Aufführungen in Kleingruppen sind am 17. und 18. Oktober ab 14 Uhr geplant.

Holzhof, Wesloer Landstraße 78 Lübeck

Haltestelle: Försterei

Anmeldung unter am@wahnsinnigintelligent.de

Wenige Tickets sind noch im Zeitraum von 14-15 Uhr und 16.15-17 Uhr zu bekommen.

Achtung: Bei Regen wird die Präsentation abgebrochen. Zur Nachfrage gerne hier melden: 0157 7452 9286

Corona-Hinweis:

Bei der Präsenzveranstaltung gelten die Covid19-relevanten Hygiene- und Abstandregelungen. Bitte bringt Euren eigenen Mund-Nasen-Schutz mit.

Gefördert von der Dräger-Stiftung.

Lübecker Zeitzeugen, die das Projekt unterstützten: Christian und Traute Ohlsen, Rudolf Böckmann vom Landhaus Töpferhof in Warnsdorf, und weitere, die hier nicht genannt werden möchten. Geschichtswerkstatt Herrenwyk und Hans-Rathje Reimers für Informationen über das Pöppendorfer Lager.

Ein Dokumentationsfilm ist in Planung.

 

1.Akt

Antje Oehlke (33) (Regie-Assistenz)

Antje, im schönen Mecklenburg-Vorpommern geboren und sehr (n)ostalgisch aufgewachsen.

Neben ihrer Leidenschaft in der Pferdezucht und im Reitsport spielte sie als Kind 8 Jahre lang Akkordeon im Orchester und konnte dort bereits Bühnenerfahrung sammeln. Auf Familienfeiern führt sie regelmäßig kleine Sketche auf und liest Geschichten und Gedichte vor. Ihre Uroma ist selbst als Kind geflüchtet, ihre Oma in der danach folgenden Armut aufgewachsen. Zusammen mit Ihrer Tochter Lara Marie Engelhardt nimmt sie an diesem Projekt teil. Beruflich ist sie als Medizinische Fachangestellte in einer Privatklinik für Liposuktion (medizinisch indizierte Fettabsaugung) tätig und verhilft dort zusammen mit den Ärzten und ihren Kolleginnen Frauen zu mehr Lebensqualität.

 

Emily Arngold (8)

Ich gehe in die 3. Klasse der Paul-Gerhard-Schule in Lübeck. Ich nehme seitdem ich 5 Jahre alt bin Schauspielunterricht. Das macht mir sehr viel Spaß bei diesem Schauspielstück mitzumachen. Es ist aufregend, interessant und sehr spannend. Ich habe so viel tolle Menschen während der Proben kennengelernt! Ich danke Alice, dass ich dabei sein darf!

Außerdem sind meine Eltern Spätaussiedler und kamen als Kinder aus Russland nach Deutschland. Meine Großeltern waren mit im Krieg und mussten auch flüchten. Meine Eltern erzählen mir immer wieder die Erlebnisse aus der Zeit der Urgroßeltern, vom

Krieg, Hunger, Not und Angst.

 

Janek (10)

Janek ist seit seinem 4. Lebensjahr unverändert begeistert beim Schauspiel-, Gesangs- und Tanztraining dabei und hat bereits an mehreren Kinder-Musical-Inszenierungen teilgenommen. Erste Kameraerfahrung durfte er zusammen mit seinem Bruder Niklas für das Magazin Timster beim Sender KIKA sammeln, wo er auch demnächst als Protagonist einer Videobotschaft zum Thema „Wie werden wir leben?“ zu sehen sein wird.

Neben dem Musical sowie dem Golfsport gilt Janeks ganze Leidenschaft dem Klavierspiel.

 

Lara Marie Engelhardt (10)

Lara wippte schon als Baby zur Musik und mit Entdecken der Sprache, zeigte sich auch ihr Talent zum Schauspiel. Neben kleineren Auftritten bei Familienfeiern konnte sie bereits 2 Jahre lang Erfahrungen auf der großen Bühne im Mädchenchor der Knabenkantorei Lübeck sammeln. Im letzten Jahr stand sie als Kinderdarstellerin im Singspiel Abu Hassan der Eutiner Festspiele auf der Bühne. Neben dem Gesang und dem Schauspiel übt sie seit mehr als 4 Jahren die Kampfkunst JiuJutsu aus und steht kurz vor ihrer 3. Gurtprüfung. Auch das Schwimmen ist ihre Leidenschaft, dort legte sie im letzten Jahr ihr Goldabzeichen ab. Seit August besucht sie die 5. Klasse der Ernestinenschule und lernt dort in der Streicherklasse das Instrument Violoncello.

 

Bennet Krabbenhöft (23)

Bennet befindet sich im letzten Jahr zur Ausbildung zum Heilerziehungspfleger . Bennet spielt schon seit er 4 Jahre alt ist Theater. Angefangen hat alles mit einer Rolle in einem Krippenspiel. 2008 spielte er im Theater am Tremser Teich bei „Sindbad“ mit. Seit 2012 ist er regelmäßig im Theater Fabelhaft zu sehen zum Beispiel bei „Urmel aus dem Eis“, der „Räuber Hotzenplotz“ oder auch bei den Musicals „die Heiße Ecke“, „the Adams Family“ oder „7 Märchen auf einen Streich“. Er spielte aber auch schon auf der Freilichtbühne in Lübeck oder im Volkstheater Geißler in Lübeck. Zuletzt war er zu sehen im Theater am Tremser Teich beim „Rattenfänger von Hameln“. Erste Kamera Erfahrungen sammelte er als Komparse bei „Morden im Norden“ und bei „Notruf Hafenkante“.

 

2.Akt

Martin Schley (23)

Ich spiele seit meinem siebten Lebensjahr Gitarre. Meine ersten Lehrerinnen am Robert-Schumann-Konservatorium Zwickau waren Martina Schlagmann und später Barbara Löffler. Schon in meiner Musikschulzeit nahm ich erfolgreich an mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben teil, sowohl solistisch als auch in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen. So gewann ich mit meiner langjährigen Duopartnerin Elisabeth Hinz mehrere erste Bundespreise bei „Jugend musiziert“. Im Jahr 2015 begann ich mein Studium an der Musikhochschule Lübeck bei Elise Neumann und führe seitdem eine aktive Konzerttätigkeit in Schleswig-Holstein. Mit dem von mir gegründeten Duo Disonante (mit Jesús Carrillo, Flöte) war ich seit 2016 Stipendiat des Yehudi Menuin Live Music Now e.V. Hamburg.

Um mich weiterzubilden, belegte ich Meisterkurse, u.a. bei Göran Söllscher, Costas Cotsiolis und Gerhard Reichenbach. Konzertreisen führten mich nach Luxemburg und in die USA.

Ich war 2014 Stipendiat der Sächsischen Mozartgesellschaft und im darauffolgenden Jahr Stipendiat der Jugendstiftung der Stadt Zwickau. Seit 2016 nehme ich Unterricht in Orgel und Orgelimprovisation bei Prof. Franz Danksagmüller. Im Raum Zwickau bin ich als vertretender Organist tätig. In Lübeck leite ich den Chor der musikalischen Studentenverbindung Liubicia.

 

Hayrunnisa (10)

Ich gehe in die 5 klasse. Ich habe noch drei Geschwister, und wir kommen aus der Türkei.

Wir leben seit 2 Jahren in Deutschland. Ich spreche schon recht gut Deutsch.

Meine Hobbys sind schwimmen, basteln, Sport und ich spiele Klavier.

Meine ziele sind....ich möchte gerne studieren, weil ich gerne Zahnärztin

werden möchte und ich habe große Freude am Theater spielen entdeckt.

 

Miry (5)

Ich bin die Kleinste, mich verwöhnen alle. Ich gehe noch in den Kindergarten.

Ich möchte gerne Dinderdoktor werden, und das ganz schnell. Bisschen deutsch kann ich schon und ich esse am liebsten Schokolade, Obst und eck-mec brot

 

Mohamed (7)

Ich bin der Chef zuhause.

ich spiele gerne Klavier und gehe gerne zum Boxen. Mein Hobby, ist das Theaterspielen, das bringt mir richtig spaß. Ich werde mal Anwalt. Meine deutschen Freunde sind mir sehr wichtig. Wenn ich viel Geld verdiene, kaufe ich mir einen Tiger. Ich liebe meine Familie.

 

Dilara (12)

Ich bin die älteste Schwester von Hayrunnisa.

Ich spreche sehr gut deutsch, türkisch und kurdisch. Meine Hobbys sind Theater spielen, singen, tanzen. Ich möchte gerne studieren, was, weiss ich noch nicht genau...

später würde ich gerne Sängerin werden oder bei der Polizei arbeiten. Ich lebe gerne in Deutschland.

 

Niklas (12)

Niklas begeistert sich neben der Schauspielerei auch für Tanz und Gesang. Sein Talent durfte der 7-Klässler bereits bei mehreren Kinder-Musical-Inszenierungen zeigen. Neben kleineren Projekten im Bereich des Synchronsprechens konnte er zusammen mit seinem Bruder Janek bereits erste Kameraerfahrung beim Magazin TIMSTER für den Sender KIKA sammeln, wo er auch demnächst als Protagonist einer Videobotschaft zum Thema „Wie werden wir leben?“ zu sehen sein wird.

Neben seiner neu entdeckten Begeisterung für den Boxsport gilt Niklas ganze Leidenschaft dem Schach.

 

Hanne (63)

Als frische Neu-Lübeckerin bin ich eher durch einen Zufall auf dieses Theaterprojekt aufmerksam geworden. Durch meine Familiengeschichte, die ihre Wurzeln in Ostpreussen hat, war ich an diesem Thema sehr interessiert und bin froh, dass ich mich daran beteiligen konnte. Als kleines Mädchen bin ich mit unzähligen Geschichten vom Krieg und der Nachkriegszeit aufgewachsen. Sicherlich war auch einiges nicht für meine Ohren bestimmt gewesen. Wie konnten die Erwachsen annehmen, dass Kinder nichts mitbekommen.... Nie wieder hungern und frieren, war die Devise meines Vaters. Vom Typ her bin ich neugierig und aufgeschlossen für Neues. So hatte ich vor einigen Jahren die Gelegenheit, bei der Dokumentation: Pioniere des Erdöls, ein Film von Tom Fischer, als Schauspielerin daran teilzunehmen.

 

 

3.Akt

Simon Paap (18)

Simon Paap ist in Lübeck geboren und geht in die 13. Klasse der Geschwister-Prenski-Schule. Mit seinem 9 Lebensjahr entdeckte er seine große Leidenschaft, die Schauspielerei für sich. Damals stand er das erste Mal für das Musical „Der kleine Tag“ in der Musik und Kongresshalle Lübeck auf der Bühne. Seit 2012 spielt er regelmäßig in den Jugendspielclubs des Theater Lübecks. Zuletzt war er in „Hundert Stunden Nacht“ zu sehen. Neben der Schauspielerei ist auch die Kunst aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken, da er in seiner Freizeit sehr gerne zeichnet, töpfert und alles Weitere rund um das Thema Kunst macht.

Seine Urgroßeltern sind damals aus Schlesien geflohen und deshalb hat er eine persönliche Verbindung mit dem Thema des Stückes. Es bereitet ihm große Freude an diesem Theaterprojekt teilzunehmen, da es seine Leidenschaft mit einem wichtigen Thema seiner Familiengeschichte verbindet.

 

Flavia Lovric-Caparin (19)

Flavia ist in ihrem letzen Schuljahr in Lübeck. Sie lässt sich für viele unterschiedliche Dinge begeistern. Kunst, Fotograprafie und Gesang begleiten sie schon seit geraumer Zeit durch ihr Leben. Im Theater Lübeck sammelte sie viel Erfahrung in den Jugenspielclubs. Mit dem

Schauspiel wird sie wahrscheinlich nie wieder aufhören, denn ihr Weg führt sie immer wieder in diese Richtung.

 

4.Akt

Ursula König (67)

Das bin ich und das ist gut so! Ich heiße Ursula König, werde aber Uschi gerufen.

Tja, wer bin ich? Ich spiele gerne Theater, am liebsten mit wenig Text. Noch besser: den eigenen Text nutzen.

Dadurch lerne ich viele neue Menschen kennen. Ich bin ein Herdentier, organisiere gerne, bin sehr hilfsbereit. Ich singe im Chor, arbeite ehrenamtlich bei der Awo, gebe Deutschunterricht für Ausländer. Ich bin bereits lange glücklich verheiratet, habe einen Sohn.

Ach ja, Boot fahre ich auch noch...

Ich sage immer: „Die Seele baumeln lassen, das ist die Uschi König!“

 

Lea Hoffmann (16)

Lea Hoffmann besucht die 11. Klasse. Sie schauspielert seit etwa 7 Jahre, steht aber schon ihr Leben lang auf der Bühne. Sei es durchs tanzen oder durch das Singen in einem Chor. Sie spielte bereits in ein paar Stücken mit, wie z.B. Das Jungelbuch, Peter Pan oder der Rattenfänger von Hameln im Theater am Tremser Teich. Ebenso spielte sie in zwei Produktionen der Gemeinnützigen Schauspielschule Lübeck mit.  

 

Regie:

Alice Moustier (33)

Alice Moustier ist die Begründerin des Theaterprojektes „Der grüne Weg zur Hoffnung“. Sie spielt seit ihrer Kindheit in den verschiedensten Theatergruppen und gründete 2018 mit Freunden die Theatergruppe der MV Liubicia Lübeck. Im Film „Frantz“ (Francois Ozon) und anderen spielte sie bereits als Komparsin mit.

Durch die Corona-Krise animiert, kam ihr die Idee, ein Theaterstück an einem außergewöhnlichen Ort aufzuführen: im Wald. Es ist kein normales Theaterstück mit Bühne, sondern ein Theaterparcours durch den Wald, wo Zuschauer von einer Szene zur nächsten gehen.

Für das Thema „Flucht und Vertreibung“ und auch das Thema Trauma-Aufarbeitung interessiert sich Alice Moustier bereits seit langem und arbeitet als Coach in diesem Bereich, vor allem mit hochsensiblen und hochbegabten Menschen. Mit dem Projekt möchte sie die damalige Flüchtlingssituation nach 1945 ins Bewusstsein rücken.

Sie veröffentlichte bereits einige ihrer literarischen Schriften, sucht derzeit für ihr nächstes Sachbuch über Talente in Unternehmen einen neuen Verlag.

 

Bühnentechnik und -bild:

Eric Bahr (49)

Eric ist ein Querdenker, Multitalent und Autodidakt...sowohl vor als auch hinter der Bühne.

Seine größten Interessen sind Veranstaltungstechnik und Mountainbike. Außerdem ist er ein Problemlösungsfinder. Dieses Jahr gewann er mit seiner Geschäftspartnerin Sylvia Goldbach und ihrem „taktilen Farbkompass“ den 1. Platz des Digitalisierungspreises der Landesregierung Schleswig-Holstein in der Kategorie „Digitalisierung im Sozialen Bereich“. Und 2016 gründete er mit seinem Bruder Ulrich Bahr die Firma Kineticworks, wo sie Fahrräder herstellen, deren Geometrie verstellbar ist, je nach Geländesituationen anpassbar. Sein Start- up-Unternehmen ist im Technikzentrum Lübeck angesiedelt.

Durch unser Theaterstück haben beide einen Sponsor gewinnen können, der sie bei der Durchsetzung ihrer Patentansprüche unterstützt.

 

 

 

Unsere älteste Unterstützerin Traute und...

.    

 

unsere jüngste Schauspielerin Emily

 

Alice und ihre Lausebuben (Niklas, Lara und Janek)

 

Unsere Schauspieler in Szene:

 

 

Hier schon mal ein großes Dankeschön an die Dräger-Stiftung, die uns dieses tolle Projekt ermöglicht hat umzusetzen.

Ein Theaterspaziergang im Wesloer Forst zu Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten.

Konzipiert, geschrieben und inszeniert von Alice Moustier.

 

Regie: Alice Moustier

Kostüme: Anna zur Nieden

Bühnenbild: Sook Ja Lee-Gebauer, Bühnentechnik und -bild: Eric Bahr

Maske: Tanja A.

 

Schauspieler*innen

1. Akt – Vor der Flucht

Antje Oehlke, Janek Pieske, Alex T., Emily Arngold

Bennet Krabbenhöft, Nidal Can Battikh, Lara Marie Engelhardt

 

2. Akt – Während der Flucht

Bennet Krabbenhöft, Nidal Can Battikh, Lara Marie Engelhardt

Mohamed, Hayrunnisa, Dilara und Miry Can, Martin Schley, Naara Nehmzow

Ann-Kathrin Strauch, Niklas Pieske, Dilara Can, Halli Bochinski

 

3. Akt – Direkt nach der Flucht / Integration

I.M., Flavia Lovric-Caparin, Simon Paap

 

4. Akt – Traumaaufarbeitung im Hier und Heute

Nike Aurelia Hardekopf, Ursula König, K.P.

Lea Hoffmann, S.

 

 

Rückmeldungen der Zuschauer:

"Ich möchte Euch noch einmal zu Eurem Stück gratulieren! Gut gemacht! Auch meinem Mann hat es sehr gut gefallen.
Viel Spaß noch und herzliche Grüße."
Sonja

„Die Szenen waren echt toll – sie haben uns zum Teil an Erzählungen aus unserem Familienkreis erinnert und wir fanden die Darstellung sehr eindrücklich. Eine gelungene Veranstaltung. Dankeschön“ Michaela und Jörn

"Normalerweise schaue ich lieber Filme, denn dort wirkt die Szene realer und packt mich emotional viel mehr. Doch dieses Theaterstück hat mich sosehr berührt wie es schon lange keins mehr geschafft hat. Durch den direkten Kontakt zu den Schauspielern war es einfach mitreißend." C.N.

 

 

Die Premiere begann am 26.09. um 14.35 Uhr.

Alice Moustier, die sich von Berufs wegen mit Prägungen aus transgenerationalen Traumata beschäftigt, hat es sich zum Ziel gesetzt, ihre diesbezüglichen Erfahrungen in ein außergewöhnliches Theaterformat einfließen zu lassen.

In ihrer jüngsten Theaterproduktion, die als Rundweg durch den Wesloer Forst konzipiert ist, thematisiert sie das oft marginalisierte Thema der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Ostpreußen nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele Vorfahren und Angehörige Lübecker Familien sind Zeitzeugen dieser dramatischen Flucht und ihre Erfahrungen prägen bis heute indirekt ihre Nachkommen. Dennoch wurden diese Geschehnisse bisher kaum aufgearbeitet, da den Deutschen als Tätervolk diese Opferrolle nicht zugedacht war.

So hat Alice Moustier, ausgehend von Gesprächen mit Zeitzeugen, ein Theaterstück im O-Ton niedergeschrieben, das sich mit den zeitlichen Kapiteln vor, während, nach der Flucht sowie den Auswirkungen im Heute befasst. Dabei werden oft zutiefst erschütternde Erfahrungen dokumentiert. Die Flüchtenden mussten ihre Heimat zurücklassen, überlebten die Strapazen der Flucht oft nicht und mussten Übergriffe der Soldaten erdulden. Die individuellen Bewältigungsstrategien werden erzählt.

Der Zuschauer empfindet die Bewegung der Flucht nach, da er durch den Wald von Szene zu Szene geleitet wird. Die Kulisse des Waldes wird durch einfache Eingriffe mit Stoffwänden von der Innenarchitektin Sook ja Lee – Gebauer als Bühnenbild umgedeutet und durch zeittypische Requisiten glaubhaft ergänzt.

In einige Szenen wird der Zuschauer unmittelbar involviert, die Nähe zu den Darstellern ist ungewöhnlich groß. So hat der Zuschauer oft die Rolle eines Zeugens. Gesang und Lieder aus der Zeit rahmen in einigen Szenen das Stück.

Die Kostüme der Künstlerin Anna zur Nieden zitieren zum einen die authentische Kleidung und unterstützen zum anderen das Stück durch die Farbgebung dramaturgisch. Vor der Flucht ist die Kleidung häuslich blau – weiß, während der Flucht grau-schwarz, kurz danach dramatisch rot – braun und im Heute am hellsten mit den Farben gelb- orange.

Viele der Darsteller*innen stehen zum ersten Mal auf der Bühne, andere haben eine professionelle Vorbildung. Das Publikum hat die authentische Darbietung sehr gelobt.

Die Theatergruppe hat sich für dieses Projekt zusammengefunden, um mit Herzblut diese besondere Konzeption in Corona- Zeiten zu realisieren.

Der Bürgermeister Herr Lindenau sowie der Förderer Herr Dräger haben sich bei der Generalprobe voll des Lobes über ihr Theatererlebnis im Wald geäußert. Das Filmteam von die Contentmacherei hat bereits Dreharbeiten für eine Dokumentation durchgeführt.

gez.: Anna zur Nieden

Weitere Presseberichte: LN (Lübecker Nachrichten), HL-Live

Bericht auf der Homepage der Dräger-Stiftung: https://www.draeger-stiftung.de/bildung/

 

 

Weitere Literatur zu dem Thema:

Die tragische Versenkung der Wilhelm Gustloff - NDR

Der Untergang der Cap-Arcona in der Lübecker Bucht

Kriegskinder - Erst im Alter wird oft das Ausmaß der Traumatisierungen sichtbar - Deutsches Ärzteblatt

Flüchtlinge in Schleswig-Holstein - Wikipedia

Lübeck (Nach "Zeit des Nationalsozialismus") - Wikipedia

So erlebte ein vierjähriger 1945 die Flucht - Die Welt

Durchgangslager Pöppendorf in Lübeck - SHZ

 

 

Basis für das Theaterprojekt sind diese beiden Bücher:

Treibgut des Krieges - Sibylle Dreher

„Lübecker Beiträge zur Familien- und Wappenkunde“ Band 70 mit dem Titel: 75 Jahre nach Flucht, Verschleppung, Vertreibung

 

Alice Moustier ist eine kulturbegeisterte Frau aus Lübeck. Sie spielte bereits als Kind gerne Theater und gründete vor zwei Jahren in Lübeck mit Freunden eine eigene Theatergruppe. Im Film „Frantz“ (Francois Ozon) und anderen spielte sie bereits als Komparsin mit.

Jetzt, als durch Corona viele Kulturveranstaltungen ausfielen, kam ihr die Idee, ein Theaterstück an einem außergewöhnlichen Ort aufzuführen: im Wald. Es soll kein normales Theaterstück mit Bühne werden, sondern ein Theaterparcours durch den Wald, wo Zuschauer von einer Szene zur nächsten gehen.

 

Das Thema soll „Flucht und Vertreibung“ heißen. Denn für dieses Thema und auch das Thema Traumaaufarbeitung interessiert sich Alice Moustier bereits seit langem und arbeitet als Coach in diesem Bereich. Mit dem Projekt möchte sie die damalige Flüchtlingssituation nach 1945 ins Bewusstsein rücken, zeigen, dass für viele das psychische Drama erst nach dem 2. Weltkrieg begann. Tatsächlich widmet sich die Kriegsurenkel-Generation heute mit großem Interesse den Traumata der Großeltern. Über das Wissen um die damaligen deutschen Flüchtlinge entsteht Verständnis für die heutigen Flüchtlinge aus aller Welt.

 

Dieses thematisch ganz aktuelle Projekt nimmt nun konkrete Züge an. Es haben sich bereits elf interessierte (Laien)Darsteller gefunden, und am Sonntag, den 16. August, fand die erste Probe statt. Gleich am Montag dann die zweite. Alice Moustier konnte die Darsteller*innen mit diesem Thema so begeistern, dass sich nun ein Kernteam manifestierte: Eine Gesangsstudentin, eine Zeitzeugin mit ihrem Mann und eine zehnjährige begeisterte Schauspielerin, die bereits bei den Eutiner Festspielen mitgespielt hat, mit ihrer Mutter. Hinter der Bühne kümmert sich Eric Bahr um die Technik. Der Tübinger Regisseur und Schauspieler Michael Miensopust berät Alice Moustier in der Regie. Sogar Leute aus Niedersachsen möchten teilnehmen. Und die meisten von Ihnen sind gesangsaffin. Es wird also ein Theaterstück mit Gesangsbeilage.

 

Es ist nun 75 Jahre her, dass die meisten Menschen aus den damaligen deutschen Ostgebieten flohen. Erst im Laufe der Beschäftigung mit diesem Thema erkannte die Schauspielgruppe, dass darüber in ihren Schulen kaum gesprochen worden war. Jetzt drängt die Zeit, denn nur noch wenigeZeitzeugen sind noch am Leben. Gleichzeitig wiederholt sich überall auf der Welt dieses Drama der Vertreibung.

 

Die Stadt Lübeck ist für dieses Thema genau die richtige Stadt, denn vor der Flüchtlingskrise 1945 hatte Lübeck 155.000 Bewohner und nach der Flüchtlingskrise 250.000.

100.000 Flüchtlinge in einer Stadt ist heute kaum vorstellbar. Stadtteile wie Kücknitz sind dadurch erst so groß geworden, die Straßennamen erinnern noch an die damalige Flüchtlingskrise.

 

Das Lager Pöppendorf in Lübeck-Kücknitz war in den Jahren 1945 bis 1951 ein Durchgangslager im Waldhusener Forst für eine Million Menschen. Jeder vierte Lübecker oder Lübeckerin hat Vorfahren aus Danzig, Königsberg oder anderen Orten in den Ostgebieten.

 

Zeitzeugin Traute Olsen ist ebenfalls als Schauspielerin dabei.

Hier noch vor der Flucht als Kind mit ihrer großen Schwester

und mehr als 75 Jahre später beim Gedenktag am 20. Juni 2020 am Pöppendorfer Lager in Kücknitz mit Alice Moustier

 


Ihr Wissens für das Theaterstück bezieht
die Gruppe hauptsächlich aus den beiden Büchern

- „75 Jahre Flucht und Vertreibung. Band 70“ (Verein für Familienforschung Lübeck e.V.) und

- „Treibgut des Krieges“ (Verband deutscher Kriegsgräberstätten)

 

Neben vielen jungen Darstellern (Kinder) und weiteren erwachsenen Darstellern sucht die Theatergruppe dringend noch:

- Handwerkliche Menschen, die sich um die Gestaltung des Bühnenbildes kümmern

- Requisiten aus der Zeit (Bücher, Bekleidung, Orden)

- Fortbewegungsmittel (Karren, Fahrräder, Bollerwagen, Schlitten, Kinderwagen) als Leihgabe,

nicht zwingend aus der Zeit.

- Große Wände für die Herstellung der Bühnenbilder

 

Vor allem werden aber Sponsoren gesucht. Unterstützt wird das Projekt bereits von den bekannten Lübecker Vereinen „Gemeinnütziger Verein Kücknitz e.V.“ und „Stadtwaldfreunde e.V.“ Alice Moustier ist optimistisch: „Es ist nun genau die richtige Zeit für die Aufarbeitung. Auch in der Psychotherapie erhält dieses Thema immer mehr Aufmerksamkeit, denn die Kriegskindergeneration kommt in ein Alter, wo sie erneut mit dem Tod konfrontiert wird. Viele Bilder, die jahrelang verdrängt wurden, kommen wieder hoch. Deshalb bin ich sicher, dass unser Stück zur richtigen Zeit am richtigen Ort stattfindet.“

 

Am 26. (Sa) und 27. (So) September werden im Wesloer Wald in Lübeck die Aufführungen stattfinden.

 

Wir freuen uns auf das Endprodukt und sind gespannt, ob es umsetzbar sein wird, was diese bunt gemischte Truppe an Laienschauspielern sich vorgenommen hat.
Wer Interesse an dem Projekt hat, kann hier
zu mit Alice Moustier Kontakt aufnehmen:
0157 7452 9286 oder
am@wahnsinnigintelligent.de

Auch Anmeldungen als Zuschauer*innen sind jetzt bereits möglich.

 

Auch veröffentlicht im HL-Live

 

 

Foto: © biochip.harald (Instagram)

 

 

Diesen 14. Juli feierte ich das erste Mal in Frankreich, statt mit französischen Freunden in Deutschland. Der 14. Juli, ein besonderer Tag! Der Sturm der Bastille während der französischen Revolution.

Ich hatte nie ein Problem mit Stolz zu sagen: „Ich bin Französin!“

Aber wenn ich sagte: „Ich bin stolz Deutsch zu sein!“ wurde ich seltsam angeschaut.

 

Während meines Urlaubs an der französischen Atlantikküste (Nähe Bordeaux) nutze ich die freie Zeit, um Bücher über Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten zu lesen und mehr über die Kriegskinder zu erfahren und die transgenerationale Traumatisierung… unglaublich spannend, auch wenn eventuell ungewöhnlich als Urlaubslektüre ;-) Das Thema fesselt mich so sehr, dass ich mich schon sehr auf unser Theaterstück zu diesem Thema freue (siehe Gedenktag 2020: https://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=138898)

 

Doch immer wieder stellt sich mir die Frage: Warum darf ich stolz sein auf meine französische Nationalität, aber nicht auf meine Deutsche?

Gab es nicht auch tolle deutsche Künstler, Sänger, Kulturschaffende?

Gibt es nicht genügend Dinge, auf die wir Deutschen stolz sein können?

Natürlich ist mir bewusst, was für schreckliche Dinge die Nazis im zweiten Weltkrieg begangen haben. Dies zeigte sich insbesondere auch nochmal bei unserer Besichtigung des ehemaligen Nazi-U-Boot-Bunkers in Bordeaux, dessen große Räume inzwischen als Fläche für Lichtprojektionen („Bassin de lumières“) verwendet werden. Diese Ausstellung hat mich sehr bewegt. Bewegende Kunst in einem Gebäude, welches früher dem Krieg diente. Gegensätzlicher geht es nicht. Doch fragte ich mich bei dem Satz „...als die Franzosen von den Nazis befreit wurden“, ob es wirklich für alle Franzosen als „Befreiung“ empfunden wurde oder wieviele auch von den Franzosen Hitler befürworteten?

 

Wenn ich auf meine Familiengeschichte zurück blicke und die Nazizeit, muss ich mich für meine französische Familie fast mehr schämen, als für meine Deutsche. Meine deutschen Großeltern waren noch Kinder während des Krieges und so gesehen „unschuldig“. Mein französischer Großvater jedoch arbeitete für die Deutschen in Österreich und sein Bruder kämpfte selbst für die deutsche Armee in Berlin. Als französischer Collaborateur musste er sich nach dem 2. Weltkrieg ein Jahr in der Schweiz verstecken, um nicht vor Gericht geführt zu werden.

 

Für welche Nationalität muss ich mich also eigentlich schämen? Muss ich mich überhaupt noch schämen?

 

75. Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung – einen Brückenschlag zwischen damals und heute



Am vergangenen Samstag, dem 20. Juni 2020, wurde zum bundesweitenGedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibungauch in Lübeck ein Treffen organisiert und an die schrecklichen Folgen des Zweites Weltkrieges erinnert.

Allein aus Schlesien, Ostpreußen, Pommern, dem Sudetenland oder osteuropäischen Gebieten mussten ca. 14 Millionen zwischen 1945 und 1953 ihre Heimat verlassen oder vor der Roten Armee flüchten.

Alice Moustier veranstaltete gemeinsam mit ihrem Projektkollegen Eric Bahr und interessierten  Lübecker*innen um 16 Uhr eine Gedenkstunde im Wald in Lübeck-Kücknitz, in dem sich damals das Pöppendorfer Lager befand. Das Pöppendorfer Lager war eines der größten Durchgangslager (eine Millionen Flüchtlinge) in Schleswig-Holstein und ist signifikanter Teil der neueren Lübecker Stadtgeschichte. 

Eric Bahr, dessen eigene Familiengeschichte durch Flucht und Vertreibung geprägt wurde und Alice Moustier, motiviert durch ihre Arbeit als Coach, wollen in einen interdisziplinären Theaterprojekt die Folgen der Traumata der Kriegskinder-Generation aufarbeiten und eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen. Trotz kurzfristiger Planung stieß die Veranstaltung auf unerwartet große Resonanz und markierte zugleich den Beginn des Projektes, für das noch Zeitzeugen und interessierte (Laien-) Darsteller gesucht werden.

In einer kleinen Ansprache berichtete Alice Moustier über die Folgen der Flucht von 1945 und die vielen Traumata, die bis heute in unsere Gesellschaft hineinwirken. Moustier und ihre Mitstreiter wollen die Folgen des Zweiten Weltkrieges aus der Perspektive der Traumata-Forschung künstlerisch erzählen. Die Latrinen und Baracken des Pöppendorfer Lagers sind nicht mehr zu sehen, nur die Wölbungen des Boden lassen die Geschichte des Ortes noch vage erkennen, aber die Wunden sind teilweise noch immer nicht geschlossen.

Alice Moustice: „Ich bin begeistert, wie viele Menschen so spontan gekommen sind und bereit waren ihre ganz persönlichen Kindheitsgeschichten zu erzählen. Das ergreift mich zutiefst und stimmt mich mit Blick auf unser Theater-Vorhaben sehr zuversichtlich. Ich bin überzeugt, dass diese Kriegstraumata unserer (Ur-)Großeltern auch in meiner Generation noch eine wichtige Rolle spielen.

Ein erster Antrag zur finanziellen Förderung des Vorhabens einer größeren Lübecker Stiftung wurde leider abgelehnt. Es haben mich bereits so viele Menschen auf die Idee angesprochen. Die Begeisterung für das Projekt, das im Lübecker Wald stattfinden soll und dadurch Corona-tauglich gut durchzuführen ist und der 75. Jahrestag des Kriegsende in diesem Jahr überzeugen mich sehr, das Theaterprojekt zu realisieren und auf anderweitige Förderung zu setzen. Wir wollen aus der Geschichte lernen und sensibel versuchen, Parallelen zu Flucht und Vertreibung im 21. Jahrhundert aufzuzeigen“ So Moustier.

Tatsächlich sind die motivierten Projektmacher noch auf kräftige ideelle und finanzielle Unterstützung angewiesen. Wir wünschen den beiden engagierten Kulturschaffenden viel Glück und freuen uns hoffentlich diesen Sommer noch über das Theaterprojekt berichten zu können.

 

Publiziert am 23.6.2020 in HL-Live

 

Ich werde den Umzug meiner Coachingpraxis nach Hamburg sowie meine Crowdfunding-Aktion für mein Buchprojekt feiern. Daher lade ich Sie in mein „Wunderland hinter die Spiegel“ ein. Passend zu diesem Motto und Buchtitel wird das beste Kostüm des Abends z.B. als Jabberwocky prämiert. Aber keine Angst: Verkleidung ist nicht Pflicht.

Für die Livemusik ist es mir gelungen, den Saxophonisten Gerard Murphy von der bekannten Band „Accoules Sax“ aus unserer Partnerstadt Marseille einzuladen. Ich freue mich auf Sie!

 

Eintritt: 15 € inkl. eines Freigetränkes

 

Tickets jetzt so erhältlich:

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JETZT TICKET KAUFEN!

 

 

Veranstaltungsort: Tischlerei III21, Bahrenfelderstraße 321, 22765 Hamburg

 

Zeit: 05.03.2020,  18-22 Uhr

 

Marseille

Namika feat. Black M - Je ne parle pas francais
 
Kennen Sie dieses Lied aus dem Radio?
 
Ich kannte zwar dessen Refrain, schenkte ihm aber bisher nie große Aufmerksamkeit.
 
Doch gestern kam ich in einem Café in Marseille mit einem deutsch-französischen Filmregisseur ins Gespräch. Wir plauderten über diese wunderschöne Stadt und deren besonderen Flair. Und sehr schnell "landeten" wir bei dem erwähnten Lied, welches für mich jetzt eine ganz besondere Bedeutung bekommen hat.
Denn langsam lerne ich die Stadt Marseille kennen und lieben. Marseille, der Ursprung und die Wurzeln meiner Familie Moustier (im 16. Jahrhundert)!
 
Namika beschreibt in ihrem Lied die Redeart der Südfranzosen:
"Du redest immer weiter / Ich find's irgendwie charmant / (…) Alles, was du so erzählst / Hört sich irgendwie nice an / Und die Zeit bleibt einfach steh'n / Ich wünscht', ich könnte dich versteh'n / Je ne parle pas français / Aber bitte red weiter“
 
Zwei Irländer regten sich genau darüber vorgestern auf: „Die Marseiller kommen nicht auf den Punkt! Sie reden und reden, aber ohne Zielaussage!“
Für Ausländer, die kein fließendes Französisch reden, kann es hier schwierig werden. Auch dies beschreibt Namika gut:
„Um uns über tausend Menschen / Sie reden aufeinander ein“
Hier gibt es nicht die Regel „einer redet, der andere hört zu“. Hier reden alle gleichzeitig und dann noch der Marseiller Akzent! :-D
 
Der Sänger „Black M“ beschreibt dann wiederum gut die Kontroversen zwischen Paris und Marseille, ihre Anti-Liebe:
„Fais vite, ici tout va vite / les Parisiens n'ont pas l'temps“ (Mach schnell! Hier geht alles schnell / Die Pariser haben keine Zeit)
„Oui, Paris est magique, mais Paris est aussi dark (Ja, Paris ist magisch, aber Paris ist auch schwarz)
Le contraste entre Pigalle et l'Arc (der Kontrast zwischen Pigalle und l´Arc)
Je vais pas te mentir, te dire qu'ici tout est rose (ich werde dich nicht belügen, indem ich dir sage, hier sei alles rosa)
Qu'il n'y a que des fleurs qui attendant d'être arrosées (… hier gäbe es nur Blumen, die darauf warten gegossen zu werden)
J'ai pas l'accent, mais du gefällst mir (Ich habe nicht den Akzent, aber du gefällst mir)
Est-ce que tu comprends ou il faut que je t'explique? (Verstehst du? Oder muss ich´s dir erklären?)
Tu es charmante comme ma ville (Du bist charmant wie meine Stadt)
Je te verrais bien comme elle: dans ma vie (Ich sähe dich gerne wie sie: in meinem Leben)“
 
 
Im Gespräch mit den Bewohnern von Marseille wird mir immer mehr über die Stadt deutlich:
Alle großen Plätze, wo keine Gebäude stehen, sind ehemalige heilige Plätze der Griechen. Die griechischen Seefahrer waren damals keine Eroberer, sondern wollten mit den Liguren- und Keltenstämmen Waren tauschen. Dazu erschien ihnen die vor Wind und Wellen geschützte Bucht zu Fusse des heutigen Paniers als der geeignetste Platz. Die Griechen waren die ersten in Marseille Fuss fassenden Fremden, die sich über Generationen hinaus mit den Liguren und Kelten zu Massalioten verschmolzen. (https://estherhaldimann.wordpress.com/2016/03/21/marseille-2600-jahre-handel-und-seefahrt/#more-436)
 
Die Unabhängigkeit und der Reichtum der Hafenstadt waren anderen Fürsten immer schon ein Dorn im Auge. So war Marseille immer schon mehr dem Mittelmeer und den südlicheren Kulturen zugewandt, als dem Norden Frankreichs.
 
Es gibt die scherzhafte Quizfrage: „Welches ist die nördlichste Stadt Afrikas?“ Marseille!
 
Der Unabhängigkeitskrieg in Algerien führte dazu, dass innerhalb weniger Jahre Marseille um das Doppelte an Einwohnern anwuchs. Die Folgen davon sind auch heute noch zu spüren, immer wieder gibt es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den algerischen Mafia-Familien.
Manchmal heißt es auch, die Polizei hat die Kontrolle über diese Stadt verloren. Diese Geschichten sind durch Dokus vielen Europäern bekannt und wirken eventuell abschreckend. Andere wiederum kommen gerade deswegen hier her, sie sagen: „In Marseille ist eine Freiheit, die du nirgends anders hast. Hier kannst du machen, was du willst!“.
 
Auch mir gefällt dieser Lebensstil des "laissez-faire"! Er inspiriert mich bei dem Schreiben meines nächsten Buches. Es war eine gute Idee zur schriftstellerischen Arbeit hier her zu kommen.
 
Es ist schön zu wissen, wo meine Familie ihren Ursprung hat und bei Linkedin lauter Moustier´s, wohnhaft in Marseille, zu finden. Doch ich freue mich ebenfalls bald wieder zurück nach Lübeck zu kommen, den Ausblick auf das „etwas andere Meer“ zu haben und mich mit meinem Vor- als auch Nachnamen, Alice Moustier, wieder außergewöhnlich zu fühlen. ;-)
 
Copyright Foto: Benh LIEU SONG https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0

Weihnachten bedeutet Besinnung und diese bedeutet sich seines Lebens bewusst zu werden. Dankbar sein fürs Leben.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit!

P.S.: mein ganz persönlicher Weihnachtswunsch: Mit diesem Video möchte ich die Suizidrate in Deutschland um 1% verringern.

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