(Erschienen im Lübecker Familienmagazin "Lüttbecker" 5/2019)

Lisa* ist mittlerweile 14 Jahre alt, hat bereits einige Psychiatrieaufenthalte hinter sich, aber viele Therapieversuche sind fehlgeschlagen. Sie ist magersüchtig und fügt sich häufig selbst Verletzungen zu. Sie war schon immer ein sehr neugieriges, aufgewecktes Mädchen. Sie hinterfragt alles, auch sich selbst. Selbstzweifel begleiten sie bereits seit der Grundschule.

Sie konnte schon vor ihrer Einschulung lesen. Ihr reicht es nicht zu erfahren, welche Planeten es gibt. Sie möchte gleich wissen, welche wie zueinander stehen, wie weit sie auseinander sind, wie lange es von der Erde dauern würde, dorthin zu kommen.

Sie ist perfektionistisch und ihr Lieblingsfragewort war das „Warum“. Wenn die Lehrer etwas schnell und kurz erklärten, aber dadurch Details wegließen, unterbrach und korrigierte sie. Wenn sie ein Bild begonnen hat zu malen, konnte sie den Stift nicht aus der Hand legen, bevor das Bild nicht fertig gemalt war.

Ihre besserwisserische Art und ihr Perfektionismus kamen weder bei den Lehrern noch bei den Mitschülern gut an. Immer wieder merkte sie, dass sie aneckte und ihre Mitmenschen seltsam auf sie reagierten. Ihr fiel es schwer, zu verstehen, warum andere Kinder all das nicht wissen wollten. Ihre Mutter versuchte ihr zu erklären: „Nicht alle Kinder sind so neugierig wie du!“. Ihre Großmutter allerdings war häufig genervt von ihrer Fragerei: „Sei nicht so neugierig! Mach einfach, was ich dir sage!“.

Als dann ebenfalls in der Schule die Klassenkameraden auf ihre ständigen Unterbrechungen zunehmend genervt reagierten, überlegte sie: „Ist es schlecht neugierig zu sein? Bin ich böse, wenn ich Fragen stelle?“ Sie fand keine Antwort darauf.

In der vierten Klasse wollte dann niemand mehr neben ihr sitzen. In den Pausen schubsten ihre Mitschüler sie herum und sagten: „Du stinkst!“. Sie wurde sehr einsam. Ihren Körper hasste sie, genauso wie alles andere an sich. Sie hasste sich, weil sie anders war. Sie wollte nicht anders sein. Sie wollte nur so sein, wie all die Anderen.

Als Hanna, ihre Klassenkameradin, ihr dann unter vier Augen sagte: „Ich mag dich ja ganz gerne, aber in den Pausen möchte ich nicht mit dir auf dem Schulhof gesehen werden“, merkte sie, dass sie etwas verändern muss. Sie stellte im Unterricht keine Fragen mehr und verzichtete darauf, den Kontakt zu ihren Klassenkameraden aufzusuchen. Sie kümmerte sich nicht mehr um andere, ihr wurde alles egal.

Das kam gut an.

Sie wurde von manchen zwar als „arrogant“ beschimpft, aber seitdem sie nur noch ihr eigenes Ding machte, kamen manche Klassenkameraden wieder auf sie zu und wollten sie mit in ihrer Gruppe haben. Dann aber wollte SIE nicht mehr. Sie brauchte keine Freunde. Ihr war alles egal. Nichts mehr im Leben war ihr wichtig... dachte sie zumindest, bis zu einem gewissen Zeitpunkt.

Ihr eigenes Leben war ihr egal geworden. Sie spürte nichts mehr. Außer beim Ritzen, da spürte sie noch etwas. Es war erleichternd, wenn sie wenigstens Schmerz noch empfinden konnte. Daher begann sie, es regelmäßig zu tun. Wenn sie sich ritzte, tat es so weh, dass sie auch endlich weinen konnte. Ohne diesen Schmerz,? fühlte sie sich nicht mehr lebendig. Ihr Leben war leer.

So sah das Leben von Lisa bisher aus. Doch vor einem halben Jahr hatte sie etwas erfahren, das ihr Leben völlig veränderte.



Durch ein Coaching, welches speziell auf Menschen wie sie ausgerichtet ist, hat sie ein tieferes Verständnis für ihre Situation entwickelt. Dadurch hat sie etwas sehr Wichtiges gelernt.

Bereits vor dem Coaching hatte sie während eines Aufenthaltes in einem Sommerlager eine Ahnung entwickelt ,, was ihr Anderssein ausmacht. Es war ein Sommerlager für besonders neugierige Jugendliche gewesen, wo sie während der Ferien im Labor forschen konnte. Das Forschen selbst hatte ihr zwar ebenfalls Spaß bereitet, aber das, was sie wirklich berührt hatte, waren die Menschen. Absolut fasziniert berichtete sie, als sie wieder daheim war: „Mama, die ticken alle genauso wie ich! Da bin ich kein Außenseiter, da bin ich so normal wie alle anderen. Und die verstehen mich, egal wie schnell ich rede und denke.“

In dem Coaching hatte sie nun gelernt, dass es nicht schlimm ist, anders zu sein. Nein, im Gegenteil, dass es gut ist, anders zu sein. Ihr Selbstbewusstsein, welches schon lange gar nicht mehr vorhanden bzw. dann nur aufgesetzt war, kam langsam wieder. Es waren harte Monate gewesen, doch langsam begann sie sich selbst wieder zu lieben.

Vor einer Woche hat sie sich fest vorgenommen: „Ich darf anders sein! Es ist gut, dass ich anders bin! Und ich liebe mich, so wie ich bin!“

 


So kann das Leben von hochbegabten oder hochsensiblen Kindern aussehen, die nicht erkannt werden, keine Unterstützung erhalten und keine Gleichgesinnten finden. Es kann aber auch ganz anders aussehen, nämlich kreativ, erfolgreich und spannend.

Dafür setze ich mich ein, seitdem ich mich als Coach und Beraterin selbstständig gemacht habe. Ich unterstütze Menschen darin, ihr „Anderssein“ zu erkennen, zu verstehen, zu akzeptieren und es in die Gesellschaft kreativ einzubringen.



Konflikte durch unterschiedliche Wahrnehmungen

Ob hochbegabt, hochsensibel oder auch autistisch... Menschen mit außergewöhnlichen Eigenschaften gehen mit einer anderen Wahrnehmung in die Welt und das „kann“ Probleme hervorrufen (muss aber nicht!). Alleine schon, weil wir in unserer Kommunikation häufig die Erwartung haben, dass unser Gegenüber „das doch merken müsste!“, also etwas genauso wahr nimmt wie wir. Dies ist jedoch nicht immer so! Jeder Mensch nimmt die Welt anders wahr. Sich daran tatäglich zu erinnern kann schon einige Konflikte vermeiden.

Stellen Sie sich vor, Sie reden mit einer blinden Person und wissen nichts von ihrer Erblindung. Schon bald würden Sie sich fragen: „Warum folgt ihr Blick nicht meinen Bewegungen, wenn ich auf etwas zeige?“

So geht es auch hochsensiblen oder hochbegabten Menschen im Umgang mit ihrem Umfeld: „Warum verstehen sie mich nicht? Ich hab es doch ganz logisch erklärt“ oder „Warum merkt mein Gegenüber das nicht? ICH spüre das doch direkt!“.



Anderssein ist auch für die deutsche Wirtschaft hilfreich – beginnen wir im Kindergarten!

Besonders für Kinder, mit diesen Eigenschaften, ist es schwer, den Unterschied zu begreifen. Jedoch ist es wichtig, ihn zu begreifen und sich nicht anzupassen. Denn wie ich oben in dem Beispiel erläutert habe, kann ein „Nicht-Wissen“ über das eigene Anderssein zu schweren psychischen Symptomen und Selbstzweifeln führen.

Besonders in Deutschland ist es für solche „anderen“ Menschen schwierig zurecht zu kommen, denn bereits in der Grundschule lernen wir, uns „anzupassen“ unduns in die Norm einzufügen. Dies hat jedoch für unsere ganze Wirtschaft große Auswirkungen. Wenn wir Kinder bereits in der frühesten Kindheit dazu zwingen, sich anzupassen und sich „nicht so anzustellen“, nicht „so sensibel“ zu sein, führt es dazu, dass sie nicht lernen, ihre Sensibilität und ihre Intelligenz als Stärke zu nutzen. Stattdessen werden sie sich ihr Leben lang für ihr „Anderssein“ schämen und „krank“ fühlen.

Nutzen sie jedoch ihre Intelligenz und ihre Sensibilität, können sie sehr kreativ, innovativ und erfolgreich werden. Wenn wir später in Unternehmen auf Diversität setzen, sollten wir im Kindergarten damit beginnen! Jeder Mensch ist anders und das ist gut so!

 

Wie Sie Ihr Kind mit seinen Fähigkeiten stärken – Akzeptanz des Andersseins

Denken Sie ihr Kind ist anders? Dann unterstützen sie es in der Selbstakzeptanz. So kann es selbstbewusst ins Leben starten mit dem Verständnis: „Ich darf anders sein! Das ist nicht schlimm. Ich liebe mich, so wie ich bin!“

 

Wenn Sie ihr Kind darin unterstützen wollen, seine Potentiale zu entdecken und zu entwickeln, ist es aber auch für Sie als Eltern wichtig, sich selbst und Ihren eigenen Werdegang zu betrachten. Hatten Sie ebenfalls häufig das Gefühl, in anderen Strukturen zu denken als Ihre Mitmenschen? Reden und denken Sie schnell? Haben Sie eine starke Wahrnehmung? Konnten Sie Ihre Kreativität und Ihre Energie gut ausleben? Wie hat Ihre Umgebung auf Sie reagiert?

Denn den größten Einfluss auf die Kinder haben die Eltern. Haben diese ihre Sensibilität, Kreativität und Intelligenz nicht ausleben können, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass auch ihre Kinder sich anpassen und nicht den Mut haben werden, ihr Anderssein auszuleben. Beginnen Sie also bei sich! Beginnen Sie, sich so zu lieben, wie Sie sind und Sie werden auch ihren Kindern vieles davon mitgeben können. Leben Sie ein kreatives, erfolgreiches und spannendes Leben!

* Dieser Name und diese Biografie sind erfunden, ähneln aber einigen bekannten Fallbeispielen.

 

Alice Moustier ist Querdenker-Gärtnerin. Sie gießt Querdenker, damit sie besser blühen, wachsen und gedeihen. Als Coach und Referentin zum Thema Motivation und Talentmanagement berät sie Unternehmen, wie sie Querdenker (insbesondere sehr sensible und begabte Menschen) erkennen und erfolgreich einsetzen können. Einschneidende Erlebnisse haben ihr geholfen, neue Wege zu gehen, einen anderen Blick einzunehmen und Herausforderungen anzunehmen. Als Lehrerin begann sie 2013 an einer Hochbegabtenschule zu arbeiten und machte sich daraufhin in diesem Bereich selbstständig. Als Mediatorin (Konfliktmanagement) liebt sie es, den Menschen einen neuen Blick auf ihre Situation zu geben.

Hochbegabte hab ich sowieso nicht!“

- Hochbegabtenförderung in Unternehmen, ein Interview mit einer „Querdenker-Gärtnerin“

 

Alice Moustier ist seit 2 ½ Jahren als selbstständige Beraterin für Unternehmen und als Coach aktiv, selbst nennt sie sich „Querdenker-Gärtnerin“. Sie ist 32 Jahre alt und wohnt in Lübeck.

 

Wann kamst Du das erste Mal mit dem Thema „Hochbegabung“ in Berührung?

2013 arbeitete ich als Lehrerin an einer Hochbegabtenschule in der französischen Schweiz und wurde dort das erste Mal bewusst mit diesem Thema konfrontiert. Mein Bruder wurde zwar bereits mit sechs Jahren als hochbegabt diagnostiziert, aber in unserer Familie wurde darüber nie groß gesprochen. Später erkannte ich, dass auch der Rest meiner Familie davon „betroffen“ ist und ich somit unbewusst bereits viel länger mit dem Thema konfrontiert war.

 

Wie kamst Du darauf, Dich 2017 selbstständig zu machen?

Als Lehrerin mit solchen Kindern fühlte ich mich ziemlich überfordert und suchte eine Weiterbildung in diesem Bereich. Ich fand nichts. Also beschloss ich selbst in die Erwachsenenbildung zu gehen. Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sah ich häufig, dass die Hochbegabung vielen Menschen „im Weg“ steht. Ich erkannte für mich, dass es gelernt werden muss, mit diesem speziellen, hohen Intellekt umzugehen. So entschied ich mich, Menschen darin zu unterstützen, ihre „PS“ auf die Straße zu bringen.

 

 

Wie unterstützt Du Menschen darin, Ihre „PS“ auf die Straße zu bringen?

Es kommt ganz darauf an, wer gerade vor mir sitzt.

Generell unterstütze ich Menschen aber vor allem in ihrer Selbstakzeptanz, Zufriedenheit und in einem positiven Blick auf die Bewältigung von entsprechenden Herausforderungen (jedes Problem ist eine Herausforderung). Dazu nutze ich die verschiedensten Werkzeuge, darin bin ich sehr kreativ. Ob mit Rollenspielen, systemischer Aufstellung, malen, schreiben oder Visionsbeschreibung.

 

Was für Kunden hast Du?

Ich habe Führungskräfte aus den verschiedensten Branchen als Kunden, Selbstständige, Familien mit hochbegabten Jugendlichen, oder hochbegabte Arbeitslose. Aber auch ganz normale Arbeitnehmer, die mit etwas in ihrem Leben unzufrieden sind. Manche wissen bereits von ihrer Hochbegabung, manche nicht und wollen mehr darüber erfahren.

Und natürlich habe ich auch Unternehmen als Kunden.

 

Was bietest Du den Unternehmen an?

Häufig mache ich Gruppentraining, beispielsweise Visionsfindung. Das ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeitgebermarkenberatung, neudeutsch „Employer Branding“. Denn ohne Vision ist es für jedes Unternehmen und für jeden Menschen schwer, seinen richtigen Weg zu finden. Und die Vision sollte nicht der Chef alleine entwickeln. Alle, die im Unternehmen mitarbeiten, sollten an der Entwicklung der jeweiligen Vision teilhaben dürfen. Denn dann können sich alle Beteiligten mit dieser Vision und mit den entsprechenden Massnahmen zu deren Erreichung viel besser identifizieren.

 

Was hat das mit Hochbegabung zu tun?

Um Hochbegabte im Unternehmen zu fördern, bedarf es einer Struktur, welche die Entwicklung verschiedenster Charaktere zulässt und jedem Mitarbeiter die Möglichkeit gibt, sich frei zu entfalten. Eine solche Struktur muss sich aus der Gemeinschaft heraus entwickeln, sie darf nicht auferlegt werden. Wenn die gemeinsame Vision erarbeitet ist, lässt sich leichter eine passende Struktur entwickeln. Und mit einer solchen kann die intrinsische Motivation (von innen heraus) eines jeden Mitarbeiters entflammen. Vor allem Hochbegabte benötigen intrinsische Motivation, von außen (extrinsisch) sind sie nur sehr schwer zu motivieren.

 

Hast Du bereits Erfahrung mit solchen „anderen Strukturen“?

Ja. Ich bin seit 10 Jahren Mitglied einer musischen Studentengemeinschaft. Dort entscheidet die Gemeinschaft, nicht ein Einziger. Bereits dort habe ich erlebt, was es heißt, die Gruppenintelligenz zu nutzen. Ich sah jedoch auch die Wichtigkeit, Gefühle anzusprechen, denn diese können auch im Gruppenprozess sehr zu Blockaden führen und Konflikte kreieren. Besonders faszinierte mich dabei das Buch „Hochleistung braucht Dissonanz“ der deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Dort wird genau die Struktur beschrieben, die wir in der Studentengemeinschaft leben.

 

Warum faszinierte Dich gerade dieses Buch? das Buch der deutschen Kammerphilharmonie Bremen?

Weil es sehr gut zeigte, wie Unternehmen aus der Gemeinschaft heraus geführt werden können. Bereits der Titel – Hochleistung braucht Dissonanz - zeigt, dass nicht immer alles rund sein muss, sondern dass auch Konflikte manchmal sehr befruchtend sein können. Als Konfliktmanagerin (Mediatorin) kann ich dem voll zustimmen.

 

War die Existenzgründung für Dich einfach?

Nein, ganz und gar nicht. Das Thema „Hochbegabung“ ist immer noch sehr tabuisiert.

Es ist aber auch häufig einfach noch „unbekannt“. Immer wieder stoße ich auf Aussagen wie: „Hochbegabte hab ich sowieso nicht!“ oder „Also hochbegabt bin ich eh nicht“. Die Vorurteile sind immer noch sehr groß:

Der Einzige, der Hochbegabt sein könnte, ist unser ITler. Der ist total der Nerd und völlig unsozial!“

Da muss ich meist zur Enttäuschung von vielen antworten: „Ne, sorry, wir sind nicht alle Nerds und unsozial, nur weil wir hochbegabt sind.“

Aufgrund dieser Vorurteile nannte ich mich irgendwann um, von „Coach für Hochbegabte“ zu „Querdenker-Gärtnerin“.

 

Warum nennst Du Dich „Querdenker-Gärtnerin“?

Der Begriff lässt die Leute stutzen und macht sie neugierig. Wenn wir erst mal im Gespräch sind, kann ich viel besser ein so tabuisiertes Thema wie Hochbegabung langsam ansprechen.

 

Wie kommst Du an Deine Kunden?

Da das Thema noch sehr unbekannt ist, werbe ich vor allem mit Geschichten und den Eigenschaften solcher Menschen. Der Begriff „Hochbegabung“ schreckt viele eher ab.

Netzwerken ist eins der wichtigsten Dinge in der Selbstständigkeit. Meine Hauptakquise läuft über Empfehlungsmarketing, ich werde weiterempfohlen. Dazu müssen die Leute in meinem Netzwerk aber selbst erst mal für das Thema sensibilisiert werden, damit sie die Menschen erkennen, an die sie mich weiterempfehlen können.

 

Wer empfiehlt Dich weiter?

Menschen, die bereits bei mir gewesen sind oder meist Menschen, die sich von diesem Thema selbst betroffen fühlen. Lustig war es mit dem Journalisten, der 2018 einen WDR-Beitrag über das Jahrestreffen des Hochbegabtenvereins Mensa in Aachen drehte. Danach unterhielten wir uns noch zwei Stunden über das Thema. Damit hatte ich in ihm ein Feuer entfacht. Seitdem entdeck er ständig Hochbegabte und Hochsensible, die von ihren Begabungen selbst noch nichts wissen. Vor allem bei sich im Beruf, wo er mit vielen „besonderen und außergewöhnlichen“ Menschen zusammen kommt. Auch bei seinen Kollegen trifft er häufig auf solche. Denn hochbegabte können sehr kreativ sein und gerade als Journalist musst du kreativ und neugierig sein.

 

Um das Interview nun abzuschließen: Was wünscht Du Dir für Deine Zukunft?

Ich wünsche mir mit meinem Unternehmen zu wachsen und selbst eine eigene Organisation aufzubauen, in der wir von der Gruppenintelligenz profitieren und ein Beispiel sind für ein gut geführtes Unternehmen.

 

Dann wünsche ich Dir viel Glück! Vielen Dank Alice!

 

Das Interview wurde geführt von Ernst Holzmann, Strategie- und Marketingexperte, Keynotespeaker.

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht im Ortsblatt 6/2019 des Hochbegabtenvereins Mensa e.V. für Hamburg, Lübeck und Mecklenburg-Vorpommern

 

Warum es hilfreich ist seine Zielgruppe (Bewerber) besser zu verstehen

Vinicius Amano @viniciusamano

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