Talentmanagement

Speaker und Motivationstrainerin Alice Moustier

Talente zum Blühen bringen I Einfach wahnsinnig intelligent!

Eine Gruppe erreicht erst dann auf Dauer Top-Leistungen, wenn jedes Mitglied sich mit den Werten der Gruppe identifiziert, es als seine eigenen Werte ansieht und sein Potential freiwillig einbringt.
Jeder Mensch braucht den Freiraum und das volle Vertrauen der Gruppe, um sich mit seinem vollen Potential entfalten zu können.

Jedes Mitglied der Gruppe braucht die Akzeptanz seiner Eigenheit und Individualität. Diversität ist wie Permakultur in der Landwirtschaft, durch die Akzeptanz der Vielfalt unterstützen wir uns gegenseitig im eigenen Wachstum. Jeder Mensch hat seine eigene Art und Schnelligkeit zu wachsen. Besonders intelligente Menschen ticken jedoch anders und brauchen eine besondere Erde und ein besonderes Beet, um sich entfalten zu können mit all ihren (ungekannten) Fähigkeiten. Manche wirken durch ihre schnelle Denkweise auf andere wahnsinnig. Doch nach jahrelangem Umgang mit diesen Menschen, frage ich: Hat nicht auch der Wahn seinen Sinn? Kann Innovation überhaupt möglich sein ohne einen gesunden Teil von Wahn? Ich denke der Wahn hat seinen Sinn und ist intelligent. Einfach Wahn.Sinnig.Intelligent.

In unseren Angeboten unterstützen wir die Verbesserung des Austauschs jeden Teilnehmers zwischen der eigenen Innen- und Außenwelt, zwischen dem persönlichen ICH und dem WIR der Gruppe. Durch die bessere Selbstwahrnehmung wird die Wahrnehmung der Umgebung gefördert und die Kommunikation verbessert, wodurch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird. Vor allem zur Integration von Randgruppen der Gesellschaft ist es wichtig eine klare Kommunikation aufzubauen, die Einzig- und Andersartigkeit eines jeden Menschen im Fokus zu halten.
Wir begleiten Menschen, Gruppen und Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Lebendigkeit, Kreativität und Liebe zum Leben. Wir fördern einen kreativen Umgang mit Konflikten, sowie offene und authentische Kommunikation.
Unser Konzept basiert auf bewusst werden – zu sich selbst finden, Bedürfnisse und Wünsche klar äußern.

 

Aktueller Blogeintrag

Erfolgreich, sexy und intelligent - wo das Problem liegt

Ich lernte Marianna Rusche vor vier Jahren in dem Hochbegabten-Verein Mensa kennen, letztes Jahr überlegten wir noch gemeinsam eine GmbH zu gründen, um Förderung für Hochbegabte und Hochsensible auch in größeren Firmen anzubieten. Vier, fünf Mal treffen wir uns online, um eine Unternehmensgründung zu durchdenken, dann entschließen wir, doch noch zu warten.

Sie beginnt eine Stelle in einem Start-Up in London zur Dekarbonisierung der Wirtschaft. Die FDP-Bundestagsfraktion beruft sie in die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“, wo sie im Herbst 2021 die Koalitionsverhandlungen begleitet.

Ich entscheide im Herbst 2021 sehr spontan nach Zypern auszuwandern und gründe dort meine Firma. Ab und an schreiben wir uns per Linkedin oder telefonieren. Dann erhalte ich Anfang Februar eine Nachricht, der ich erst noch nicht ganz Glauben schenke: Marianna hatte Depressionen und hat ihrem Leben ein Ende bereitet.

Obwohl sie selbst wie ich als Coach für Hochbegabte gearbeitet hat, hat die Hilfe, die sie anderen geben konnte, ihr selbst nicht ausreichend geholfen.

Es war eine schöne Zeit mit ihr und ich denke gerne an die schönen Erlebnisse zurück. Ihre strikte Entscheidung hilft mir nun, mein Herzensthema weiter in die Welt zu tragen. Denn wieder sehe ich: Hochbegabung ist nicht nur ein Geschenk! Hochbegabung ist eine Herausforderung, mit der man selbst und auch die Umgebung lernen muss umzugehen!

Dieser Artikel erschien im Mensa-Magazin 2021:

Marianna Rusche im MinD Magazin 2021

Marianna Rusche im MinD-Magazin 2021

Marianna Rusche im MinD-Magazin 2021

 

 

Am 27.04.2022 erscheint dieser Artikel über sie im Tagesspiegel Berlin:

Marianna besteht ihr Abitur mit Bestnote. Sie ist Schulsprecherin. Sie studiert Psychologie und kognitive Neurowissenschaften. Sie spezialisiert sich auf die Hochbegabtenförderung, arbeitet als Coach des „European Council for High Ability“. Sie engagiert sich beim Weltverband hochbegabter Menschen. Sie übernimmt den Vorsitz der Hilfsorganisation „Digital Helpers“ und gewinnt drei Preise, einen überreicht ihr Angela Merkel. Die FDP-Bundestagsfraktion beruft sie, obwohl Mitglied der „Jungen Union“, in die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“, wo sie im Herbst 2021 die Koalitionsverhandlungen begleitet. Sie geht nach London und entwickelt ein Start-Up zur Dekarbonisierung der Wirtschaft. Sie singt im Chor. Sie reist mit einem Orchester nach Tansania. Sie spielt Klavier. Sie liebt Bach. Sie pilgert nach Indien zu den „Dienerinnen der Armen“. Sie nimmt an Konferenzen der päpstlichen Stiftung „Fondazione Centesimus Annus Pro Pontifice“ im Vatikan teil und baut dort das „Young International Network“ auf. Sie schreibt an ihrer Doktorarbeit zur Gehirn- und Intelligenzforschung. Sie glaubt an die Wissenschaft. Und sie glaubt an Gott.

Und sie ist am Ende ihrer Kräfte. In der höchsten Not wendet sie sich an Papst Franziskus, sie überreicht ihm während einer Audienz einen Brief, einen Hilferuf. Der Sekretär des Papstes schickt ihr wenig später eine Antwort: „Der Heilige Vater versichert Ihnen gerne seine geistliche Nähe im Gebet. Als Zeichen seiner Verbundenheit lege ich diesem Schreiben einen von ihm gesegneten Rosenkranz bei. Das Rosenkranzgebet helfe Ihnen, an der Hand Marias die Geheimnisse des Lebens Jesu immer tiefer zu betrachten und sich gerade in Krankheit und Schmerzen mit dem Leiden unseres Herrn zu verbinden, der uns nie allein lässt. Papst Franziskus empfiehlt Sie der besonderen Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, des Heils der Kranken und der Mutter allen Trostes.“

Wird man von Kindern angehaucht, lebt man länger.

Für einen Moment findet sie Trost. Doch die Traurigkeit kehrt zurück, wieder und wieder, weicht nicht. Sie weicht nicht, seit Marianna 13, 14 ist. Aber warum nur? Sie ist so klug und lebendig und schön. Außenstehende erkennen nicht, wie schlimm es manchmal um sie steht. Sie sehen diese junge Frau, der alles zufliegt, die alles schafft. Sie erinnern sich an das sprudelnde, fröhliche Mädchen. Das, nachdem es mit den Eltern und dem Bruder von Berlin nach Oelde im Münsterland gezogen war, auf den Wiesen sprang, das mit den beiden jüngeren Schwestern im Garten spielte. Das so viel wusste und las. Ein Kind, das erstaunliche Dinge sagte. Ihr Großvater hatte irgendwo diesen Satz gehört: Wird man von Kindern angehaucht, lebt man länger. Er sagte ihn zu Marianna, die gerade fünf war. Mit kleinem, ernstem Gesicht antwortete sie: „Das Leben kann nur Jesus Christus verlängern.“

Die Familie lebt nach katholischen Grundsätzen, jeden Sonntag Gottesdienst, Gebete vor dem Essen, vor dem Schlafen. Doch bei Marianna ist da noch etwas anderes. Mit 14 lassen ihre Mutter, eine Medizinerin, und ihr Vater, ein Unternehmer und Wirtschaftsethiker, den Intelligenzquotienten des Mädchens testen. Hochbegabt ist sie. Aha, ach so, das ist es also, denken alle. Etwa zur selben Zeit zeigt sich zum ersten Mal diese tiefe Traurigkeit. Sie gehen zu Fachleuten. Deren Diagnose: Depression.

In einem Interview, das im August 2021 im „MinD-Magazin“ erscheint, der offiziellen Zeitschrift von Mensa, einem Netzwerk für hochbegabte Menschen, gibt Marianna einen versteckten Hinweis auf sich selbst, auf einen möglichen Grund ihrer komplexen Krankheit. Sie erklärt, warum sie andere Hochbegabte unterstützt, dass „deren Probleme mit mangelndem Selbstbewusstsein in Zusammenhang stehen. Manche haben das Gefühl, in ihrem Leben nicht viel erreicht zu haben, weil sie als Kinder und Jugendliche im Gegensatz zu Gleichaltrigen zahlreiche kognitive Hürden mühelos überwinden konnten. Da einige Hochbegabte bis zu einem gewissen Alter wenige echte Herausforderungen meistern mussten, fehlt ihnen das Gefühl, Dinge geschafft zu haben. Diese positiven Erfahrungen sind aber zur Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins wichtig.“

Sie weiß genau, worüber sie spricht: Nicht zu spüren, dass man eine Leistung erbringt, obwohl doch alle um einen herum ständig über das Erreichte staunen. Das schon Erreichte wiederum steigert die Erwartungshaltung: Ich bin hochbegabt, ich muss etwas Außerordentliches schaffen. Also noch ein Projekt und dann gleich ein weiteres, vorwärtshetzen, um die Fassade aufrechtzuerhalten, was immens viel Kraft kostet. Und dann, immer wieder, dieser Sturz von der Höhe in die Tiefe. Die meisten ahnen nichts von diesen Stürzen. Die Kleider, die sie trägt, sind rot und rosa. Das Zusammensitzen mit ihr. Ihr Zuhören. Ihre Zuneigung. Die Hilfe, die sie anderen gibt. Allein die engsten Vertrauten wissen Bescheid, Familie, Freunde, Therapeuten. Die Therapien funktionieren manchmal eine Weile, manchmal nicht. Ein weiterer Schritt, um zu verstehen, ist das Psychologiestudium. Sie möchte ihre Gefühle rational fassen. Sie gewinnt Einsichten, findet Trost in Vernunft und Wissenschaft. Und immer wieder im Glauben. Ihr Kinderglaube ist zu einem Erwachsenenglauben geworden, selbst in Berlin. Marianna stellt sich den kirchenkritischen Fragen zu Frauen, zu Homosexualität, sie ist kein leichtgläubiger Jünger.

Doch dann findet sie einfach keine Zuversicht mehr im irdischen Leben. Sie sucht einen Priester auf. Will sich vergewissern: Gibt es tatsächlich ein Leben nach dem Tod? Er sagt: Ja! Und sie zweifelt nicht mehr. Am Samstag, dem 5. Februar, geht sie um 18 Uhr in die Kirche und lässt sich noch einmal segnen. Zu Hause setzt sie ihre Kopfhörer auf. Sie liebt Bachs „Johannespassion“. Am Sonntag, dem 6. Februar, ist Marianna tot.

 

 

Ein weiterer Artikel über sie erschien 2016 im Ze.tt:

So ist es, intelligenter als 99,9 Prozent aller Menschen zu sein - Ze.tt

Ein Text über hochbegabte Kinder schrieb Sie im Dezember 2021:

Bei der Inklusion werden hochbegabte Kinder völlig vernachlässigt - the european

 

Bekannt aus

Alice Moustier zeigte mir in unserer Zusammenarbeit durch ihre kreative Denkweise immer wieder neue Lösungswege auf. Vor allem ihr Umgang mit Menschen faszinierte mich. Insbesondere bei sehr intelligenten aber teilweise auch schwierigen Menschen schafft sie es, schnell einen Kontakt und eine Bindung aufzubauen und diese zu öffnen. Konflikte spricht sie offen an und ermöglicht es mit ihrer fröhlichen Art auch in schwierigen Situationen effektiv Lösungen zu finden und umzusetzen. Sie kann Menschen beflügeln schwierige Hindernisse zu überwinden.

Hier auch als Video-Referenz zu sehen.

Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk AG

Vielen Dank für diesen informativen Vortrag. Es ist ja wie so oft im Leben: Man nimmt Menschen in Situationen z.B. im Arbeitsleben wahr und wundert sich über nonkonforme, abweichende, manchmal konfrontative oder eskalierende Verhaltensweisen. Ebenso schwierig ist dann die Frage, wie man darauf reagiert. Auf die Idee, dass dahinter Hochbegabung oder Hochsensibilität stecken könnte, kommt man natürlich nicht sofort. Aber jetzt! Danke für die erhellenden Ausführungen und Ihre erfrischende Wesensart: lebensfreudig, aufgeweckt, neugierig - und lachend.

Götz Friederich, Präsident Marketing Club Potsdam

Lebensfreude ist etwas, das Alice Moustier in einer Weise durchdringt, die heute selten geworden ist und mit der sie ihre Teilnehmer auf eine Reise mitnimmt, die neue Horizonte öffnet und ungekannte Fähigkeiten in einem selbst erkennen lässt.

Ingo Wulff, Zuhörer eines Vortrags
+49 40 6077 3709